Deine Gewohnheit steuert Dich 

 Juli 15, 2019

By  Susanne Burzel

Werde wachsam für Dich

Alles ist Gewohnheit. Dein Herzschlag, Dein Atmen, Dein Denken, Dein Verhalten, Deine Reaktionen, Dein Fühlen, Deine Handlungen – einfach alles. Und das ist auch gut so. Aber wusstest Du auch, dass Du sogar zu 95% von Deinen Gewohnheiten gesteuert wirst? Lange, bevor Du denkst, dass Du eine bewusste Entscheidung triffst, hast Du sie unbewusst schon getroffen. 

Deine Gewohnheit steuert Dich - Blogartikel von Susanne Burzel

So funktioniert Dein Leben. Effizient und ohne, dass Du Dir Gedanken machen müsstest. Doch in dieser scheinbar undurchdringlichen Effizienz liegt auch ein unglaubliches Potenzial, neue Möglichkeiten und der Beginn für wirkliche Veränderung.

Immer wieder das Gleiche

Gewohnheiten sind also in Dir „wohnende“ immer wiederkehrende Handlungsabläufe, die vollautomatisch passieren, ohne, dass Du Dein Bewusstsein wirklich bemühen musst. Gewohnheiten werden durch das Unterbewusstsein gesteuert und gehören zu Deinen Eigenschaften, die Deine Persönlichkeit ausmachen. Sie definieren Dein Sein.

Zu den Gewohnheiten gehören wie erwähnt vollautomatische Funktionsabläufe im Körper (Herzschlag, Stoffwechsel, Atmung etc.) sowie antrainierte Handlungsweisen, wie Laufen, Sprechen und auch das Autofahren.

Der Autopilot steuert Dich durch den Alltag

Du kennst bestimmt auch die Momente, in denen Du ins Auto steigst, losfährst und irgendwann an Deinem Ziel angekommen bist, an dem Du Dich erschrocken fragst: „Wie bin ich denn jetzt hier her gekommen?“ Die Autofahrt lief völlig automatisch ab. Du hast Dir weder Gedanken über das Bremsen, Gas geben oder schalten gemacht, noch hast Du wirklich wahrgenommen, ob Du überholt oder geblinkt hast oder abgebogen bist. Auch das passierte einfach so. Weil Du es gelernt hast und es Dir zur Gewohnheit wurde.

In Wahrheit warst Du in Gedanken versunken an Deinen bevorstehenden Arbeitstag oder hast über das Abendessen nachgedacht. Etwas mulmig wurde mir bei so einem Erlebnis da auch schon…

Wer beurteilt, was richtig und falsch ist?

Spinnen wir den Gedanken mal weiter, denn auch Deine Gedanken sind reine Gewohnheit. Du bist es aufgrund Deiner vergangenen Erfahrungen gewohnt, auf eine bestimmte Art und Weise zu denken. Hier wird es interessant. Denn genau das ist bei jedem Menschen anders, jeder sieht die Dinge anders. 

Es gibt also nicht die EINE Wirklichkeit, sondern jeder hat SEINE EIGENE Wirklichkeit, die geprägt ist von den eigenen, individuellen Erfahrungen. Was also ist richtig, was ist falsch? Nur mal so als Gedanke.

Der Zucker im Kaffee

Natürlich gehört Dein täglicher Zucker im Kaffee oder Deine Vorliebe für Kuchen auch zu Deinen Gewohnheiten. Damit verknüpft sind Erinnerungen, die das Belohnungszentrum aktivieren. Ganz gleich, ob aus positiver oder negativer Intention. Doch diese kleinen Gewohnheiten sind ganz leicht zu ändern, indem Du Dich ein paar Tage darauf konzentrierst, den Zucker wegzulassen, oder auf das Stück Kuchen zu verzichten. 

Wenn Du dies schon einmal versucht hast, weißt Du, wie schwer es fallen kann und dass Rückschläge drohen, weil Dein Durchhalten wieder einmal auf der Strecke bleibt, und die zu erwartenden Gefühle größer sind. Doch diese kleinen, oberflächlichen Gewohnheiten können innerhalb weniger Tage aufgelöst werden. Manche sagen, es dauert 21 Tage, manche sprechen von einem Monat, manche von 6 Wochen.

Aus Glauben werden Gedanken

Doch hier geht es um weitaus tiefere Gewohnheiten, um regelrechte unbewusste Eigenschaften des Seins. Um wiederholte Gefühle, Gedanken und Handlungen, die vollautomatisch passieren, ohne dass sie Dir bewusst sind. Sie sind gemacht aus den Dingen, die Du einst gelernt hast. Aus der Erziehung, die Du genossen hast, aus übernommenen Verhaltensweisen, die Du Dir im Laufe der Zeit von Deinen Vorbildern, den Eltern, den Freunden, Lehrern und Deiner Umgebung angeeignet hast. 

Du hast sie für gut befunden, weil Du im Vertrauen warst, dass es so richtig ist, weil es die anderen auch so machen. Dies hast Du als festen Glauben tief in Dir installiert. Und aus diesem Glauben resultiert die Art, wie Du denkst, das ist Dein „Mindset“.

Woher stammt Dein Glaube?

Dein tief verwurzelter Glaube (und das meine ich nicht christlich) setzt sich also zusammen aus den Gewohnheiten Deiner Vorbilder, also von den Menschen, von denen Deinen Glauben durch Nachahmung übernommen hast und tief in Deinem Unterbewusstsein verankert hast. Da sind durchaus auch Dinge dabei, die aus der Zeit weit vor Dir stammen, weil sie immer wieder weitergegeben wurden. 

Im Grunde genommen hast Du auch den Glauben übernommen, den Deine Ahnen ebenfalls bereits hatten. Verhaltensmuster und Eigenschaften sind so von Generation zu Generation weitergegeben worden. Und ich finde, hier lohnt es sich, hinzuschauen und den übernommenen Glauben auf den Prüfstand zu stellen. Genau das ist der Kern der Mindset-Arbeit.

Gewohnheiten im Laufe der Zeit

Denke doch einmal 2-3 Generationen zurück. Meine Großeltern haben beispielsweise den Krieg miterlebt. Es gab große Not, große Angst, Unsicherheit, sie wurden aus ihrer Heimat vertrieben und gehörten nicht mehr dazu. 

Diese Ängste, die Unsicherheit und auch die Wut haben unsere Großeltern den nächsten Generationen weitergegeben. Denn ihre Verhaltensweisen übertrugen sie unbewusst an die nächste Generation, die nächste Generation hat den Glauben durch Nachahmung übernommen. 

Das Verhalten, das von Angst und Unsicherheit geprägt war übertrug sich von meinen Großeltern auf meine Eltern und landete schließlich bei mir. Doch waren dies wirklich meine eigenen Ängste? Ist das meine Wut oder mein Gefühl, dass ich nicht dazu gehöre? Oder ist das noch der tief verwurzelte Glauben meiner Ahnen?

Die Arbeit mit dem Mindset

Wirkliche Veränderung setzt also da an, wo der Glauben liegt. Denn der tiefe Glauben, den Du gewohnt bist, steuert Deine Gedanken. Deine Gedanken wiederum sorgen dafür, dass Du auf eine bestimmte Art und Weise fühlst. Gedanken werden zu Emotionen. 

Ein kleines Beispiel dazu: Du denkst über den vergangenen Abend nach, ein Gedanke reicht. Vielleicht hast Du Dich mit Deinem Partner gestritten, und spinnst den einen Gedanken völlig unbewusst weiter. Du kannst die einzelnen Gedanken nicht fassen, sondern sie blähen sich als dunkler Gedankenballon auf. Immer weiter und weiter. 

Das geht nur ein paar kurze Momente so und plötzlich merkst Du, dass Du wütend bist. Das geht sogar so weit, dass Du der Streit wieder aufflammt, da Du in der entsprechenden Stimmung bist. Dein Handeln wird also von Deinen Emotionen bestimmt.

Ein Gedanke reicht

Gehen wir noch einmal zurück. Dieser eine Gedanke reichte also aus, um sämtliche, gewohnten  Verknüpfungen in Deinem Gehirn zu aktivieren und das Blitzlichtgewitter auszulösen. Deine Gedanken, die ja nicht real sind, sorgen nun dafür, dass Du ganz real wütend bist. Ich denke, das hat jeder von uns bereits erlebt.

Mindset-Arbeit ist ein Prozess

Du kannst  Dich jederzeit verändern, das ist wissenschaftlich bewiesen. Dabei spielt Dein Alter keine Rolle. Du hast jederzeit die Möglichkeit, Deinen tief verwurzelten Glauben zu enttarnen und zu entscheiden, ob es Dein eigener Glauben ist, oder Du ihn gehen lassen kannst. 

Genau das ist der Kern der Mindset-Arbeit. Es ist eine Entscheidung, sich dem Prozess anzuvertrauen und damit das wahre Potenzial, die wahre Persönlichkeit neu zu entdecken und als neue Gewohnheit, als neuer Glaube zu festigen.

Lerne Dich neu kennen und freue Dich darauf, Dein ureigenes Potenzial wieder zu entdecken.

Denn es schlummert schon immer in Dir, es ist nicht weg. Es ist nur überdeckt von Gewohnheiten und Glauben.

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Über die Autorin

Susanne Burzel

Ich bin Susanne Burzel und begleite Dich in Deine authentische Positionierung und beim Aufbau Deiner starken Marke. Ich sorge für mehr Leichtigkeit in Deinem Business. Mit SpürSinn, Herz und Humor entwickeln wir Dein Wohlfühlmarketing für mehr Erfolg mit Kunden, die Du Dir wünschst.

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