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Über mich – oder? 

 Juli 7, 2019

By  Susanne Burzel

Was Deinen Kunden WIRKLICH interessiert

Stell Dir vor, Du bist im Internet unterwegs und suchst nach DER Lösung für Dein Problem. Du schaust Dir die Websites intensiver an, die für Dich in Frage kommen. Um die Menschen dahinter kennenzulernen klickst Du auch auf die allbekannten „Über mich“-Seiten, denn schließlich möchtest Du die Person kennenlernen, denen Du Dein Problem anvertraust, und von denen Du Hilfe erwarten kannst. 

Über mich - oder? Artikel von Susanne Burzel

Doch viele dieser „Über mich“-Seiten sind alles andere als vertrauenserweckend aufgebaut und wecken schon gar keine Emotionen bei Dir als Leser. Wie es besser geht, verrate ich Dir hier in diesem Artikel.

Ausbildungen, Fortbildungen, Zertifikate und mehr

Nun bist Du also auf einer Website und statt persönlichen Informationen findest Du eine lange Liste von Ausbildungen, Fortbildungen, Zertifikate und einen tabellarischen Lebenslauf, wann die Person in welcher Schule war und welche Ausbildung genossen hat. Manchmal scrollst Du sogar sehr, sehr lange, bis Du „durch“ bist – sofern Du vorher nicht schon entnervt aufgegeben und die Website verlassen hast. 

Kennst Du. Oder?

Verliebt in Details

Solche detaillierten Angaben mögen für Bewerbungen in einem Unternehmen hilfreich sein, doch sie dienen weniger dazu, direktes Vertrauen aufzubauen. Sie wirken eher auf Dich, als wolle derjenige mit aller Macht und mit vielen Zertifikaten Dich unbedingt davon überzeugen, dass er die richtige Person für Dein Anliegen ist. Aber ein Aspekt fällt dabei völlig hinten runter. 

Wir möchten von den Menschen emotional berührt werden

Auf so einer umfangreichen „Über mich“-Seite lerne ich den Menschen nicht kennen. Die Person hat keine Chance, mich emotional zu berühren und verliert so die Chance darauf, mir bei meinem Problem zu helfen.

Ist dann weniger mehr?

Bei einigen anderen Websites findest Du auf der „Über mich“-Seite lediglich rudimentäre Informationen mit einem kleinen Bild der Person. Stichwortartig werden hier die wichtigsten Daten aufgeführt gespickt mit einigen fachlichen, brancheninternen Fremdwörtern, mit denen der Leser ebenfalls wenig anfangen kann.

Doch auch diese Seiten sind eher leere Hülsen, denn hier erfahre ich noch weniger, als ich möchte. Und ich möchte in Wahrheit etwas ganz anderes!

Schmerzpunkte helfen bei der Formulierung

Diese beiden Beispiele sind sicher schwarz-weiß, denn es gibt auch viele Seiten, wo eine „Über mich“-Seite gut gelungen ist. Wie auch bereits im Artikel über die Schmerzpunkte beschrieben ist es besser, den Leser auch hier mit einzubinden. Solltest Du bereits Schmerzpunkte für deine Wunsch-Zielgruppe definiert haben, hast Du bereits alles vorliegen, was Du benötigst.

Erinnere Dich: Für die Startseite bzw. die Wunsch-Zielgruppendefinition hast Du Dir bereits 2-3 Schmerzpunkte herausgesucht, welche Du am besten bedienen kannst. Diese hast Du im Idealfall so umformuliert, dass sich der Leser direkt beim Lesen der ersten Zeilen abgeholt fühlt. Das ist Deine Hauptargumentation für Dein Lösungsangebot. Falls Du noch nichts über Schmerzpunkte weißt, empfehle ich Dir meinen Artikel dazu

Geh einen Schritt weiter und nimm Deinen Kunden mit.

Auf Deiner „Über mich“-Seite gehst Du nun einen Schritt weiter.

Statt alles über Dich zu lesen wäre es doch für Deinen Kunden schöner, wenn er auch etwas „Über sich“ liest. Was meinst Du, wie klingt das für Dich? Und wie wäre das aus Kundensicht?

Bevor Du nun etwas über Dich erzählst, hole den Kunden wieder ab. Erzähle ihm zunächst, warum er hier ist und formuliere seine Probleme, seine Schmerzen, seine Gründe für seine schlaflosen Nächte.

Dazu nutze die Schmerzpunkte, die Du über die 2 Hauptargumente hinaus aufgeschrieben hast. Sprich aus, wie er sich fühlt, was er denkt, welche Sorgen ihn plagen. Bring es auf den Punkt. Er wird sich darin wiedererkennen. Wenn auch nicht in allem, aber die Chance ist groß, dass ihn ein bestimmter Punkt besonders triggert.

Gemeinsamkeiten verbinden

Kennst Du das, wenn Du mit Freundinnen zusammen bist und eine beginnt zu erzählen, welches Erlebnis sie hatte? Und dann beginnt die nächste Freundin von einem ähnlichen Erlebnis zu erzählen. Und vielleicht ergibt sich aus dem Gespräch auch eine gute Lösung. (Sofern  das Gespräch positiv verläuft und die Mädels nicht ins kollektive Jammern fallen. Aber das ist eine andere Frage – eine Frage des , die ich an anderer Stelle noch einmal aufgreife.)

Nehmen wir also den positiven Fall an, dass die Mädels sich auf ihre Stärken besinnen und sich gegenseitig Mut zusprechen und in ihren Vorhaben bestärken. Eins ist wichtig: Die gleiche Erfahrung verbindet. Und genau so funktioniert der nächste Schritt auf der Seite „Über mich“, die zur Seite „Über Dich und mich“ wird.

Schritt für Schritt mit dem Kunden gehen

Also noch einmal zurück. Du hast den Kunden im ersten Teil dieser Seite abgeholt und ihm seine Schmerzpunkte vorgeführt. Im nächsten Schritt überlege Dir, wie Deine eigene Geschichte ist und suche nach Verbindungen. Denn meist wird ein Unternehmen aus einem persönlichen Eigenbedarf entwickelt. Dort finden sich passende Geschichten sehr schnell.

Du nimmst also den Part der Freundin ein und erzählst in Kürze Deine eigene Geschichte. Dabei greifst Du möglichst die Schmerzpunkte auf, die Dein Kunde hat. Doch verliere Dich nicht in dieser Geschichte. In der Kürze liegt hier die Würze – den Hauptteil dieser Seite sollte Dein Kunde ausmachen. Nicht Du.

Aber mit dieser Geschichte baust Du Vertrauen auf. Du zeigst Deine menschliche Seite, Du demonstrierst, dass Du Erfahrung auf dem Gebiet hast und anderen Menschen dabei helfen kannst. Und Du zeigst ihm Deine Kompetenz, die er auf Deine Website wiederfindet. 

Das Wichtigste ist natürlich, dass Dein Kunde durch diese Gemeinsamkeit Vertrauen zu Dir aufbauen kann. Er fühlt sich gesehen und wahrgenommen. Und er weiß, dass er nicht alleine mit seinem Problem ist.

Testimonials machen es uns vor

So funktionieren übrigens auch Testimonials. Das sind zum Einen Menschen eines bekannten Brillenherstellers, die auf der Straße befragt werden, oder zum Anderen Prominente, die das gleiche Produkt nutzen, wie Du. Jedenfalls wird das in der Werbung so vermittelt…

Testimonials stillen ein persönliches Bedürfnis, und wenn Du als Betrachter das gleiche Bedürfnis hast, dann fühlst Du Dich verbunden. Vertrauensaufbau par excellence.

Vom Abholen bis zur Handlung

Nun aber wieder zurück zu der „Über Dich und mich“-Seite. Wenn Du Dich also entschließt, den Kunden in seinem Schmerz abzuholen, indem Du seine Formulierungen auf den Punkt bringst, ihm dann zeigst, dass Du eine ähnliche Geschichte hast und ihm helfen kannst, dann baust Du Vertrauen auf. 

Lass nun noch eine Handlungsaufforderung folgen, einen „Call to Action“, wie man im Marketing so schön sagt. Das kann entweder ein Link zu Deinem Angebot sein, oder die Bitte um einen Eintrag in Deinen wunderbaren Newsletter oder eine Einladung in Deine Facebook-Gruppe. Rege den Kunden zum Handeln an.

Von gelernter Langeweile hin zu einfühlsamen Texten

Zusammengefasst müssen „Über mich“-Seiten also keine langweiligen Auflistungen von Ausbildungen, Fortbildungen und Zertifikaten sein. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. 

Fang immer beim Kunden an, hole ihn ab, nimm ihn an die Hand oder setze ihn in Dein Boot. Fühlt er sich einmal angesprochen und wahrgenommen, baust Du Vertrauen auf, indem Du Deine eigene Geschichte dazu erzählst. Der Kunde wird dies nachfühlen können und Verbundenheit spüren. Und genau das ist die Voraussetzung dafür, dass er den nächsten Schritt machen wird.

Der Blick über den Tellerrand lohnt sich.

Fang an, mit dem Kunden gemeinsam zu gehen.

Diskutiere in meiner geschlossenen Facebook-Gruppe „Mit Spirit ins Business – verwirkliche Dein Herzensbusiness als Gründerin“ mit: 


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Susanne Burzel


Ich bin Susanne Burzel und Sichtbarkeits-Expertin für Gründerinnen. Ich helfe Frauen, ihr großartiges Potenzial auf den Punkt zu bringen. Damit haben sie die besten Voraussetzungen, innerlich gestärkt und voller Selbstvertrauen in ihr glasklares Business zu starten. Mein Anliegen ist, dass Frauen gleichberechtigt alle Chancen nutzen können und fernab von übernommenen Glaubenssätzen und alten Rollenverständnissen endlich selbstbestimmt und finanziell unabhängig leben.

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