fbpx

Was ist ein Glaubenssatz?

Und was machst Du damit?

Im Mindset-Prozess begegnet Dir der Begriff der “Glaubenssätze” immer wieder. Und immer wieder liest Du, dass Du sie umprogrammieren kannst, damit neue Glaubenssätze entstehen können. Ist das etwas Religiöses oder gar etwas Spirituelles? Was hat das mit den bekannten Sprichworten zu tun, und warum sind das “Sätze”? In diesem Artikel beleuchte ich das Thema Glaubenssätze und erkläre Dir, wie Du damit arbeitest und welchen Vorteil Du dafür für Deine Positionierung als Existenzgründerin hast.

Was ist ein Glaubenssatz? Blogartikel von Susanne Burzel

Die Arbeit mit dem Mindset

Arbeit? Ja. Der Mindset-Prozess bedeutet Arbeit. Denn das Wichtigste dabei ist das Dranbleiben. Vielleicht gehörst Du zu den Menschen, die viel Neues beginnen und dann schnell die Lust verlieren. 

Und vielleicht glaubst Du auch einfach nur, dass es so ist. Und schwupps: Schon haben wir unseren ersten Glaubenssatz enttarnt. Er könnte lauten: “Ich kann nicht dranbleiben.” 

So einfach kann das manchmal sein – aber eben nicht immer.

Von Fehlschlägen bis hin zur Perfektion

Wenn Du also eine neue Sache beginnst, dann lernst Du zunächst die Basics. 

Du beschäftigst Dich sehr intensiv damit in der Theorie und in der Praxis. Du hast einige Fehlversuche, aber Du wirst immer besser. Und wenn Du dranbleibst, kannst Du bereits bald erste Erfolge feiern. 

Die “Arbeit” mit der neuen Sache ist also zunächst ein wenig mühsam und anstrengend, die Fehlschläge frustrieren und sind schmerzhaft. 

Doch dranbleiben lohnt sich, denn Du lernst damit eine neue Fähigkeit und programmierst Dich zur Perfektion. Vergleichbar damit ist die Arbeit mit dem Mindset.

Das "Wollen" ist der Anfang des Mindset-Prozesses

Möchtest Du Dich überhaupt verändern, oder fühlst Du Dich wohl in der Situation, in der Du bist? Denn meist ist das ja “Jammern auf hohem Niveau”. 

Es gibt schließlich “Leute, die schlechter dran sind”, Du kannst ja “eigentlich zufrieden sein”. 

Doch finde den Fehler. Es geht hier um DICH und nicht um die ANDEREN! Was fühlst Du in Dir? Noch einmal: Möchtest DU Dich verändern? Und wenn ja, wer hat etwas dagegen? Deine Familie? Deine Kinder? Dein Mann? “Bleib doch so wie Du bist”, könnten sie sagen. 

Doch das ist eine ganz natürliche Reaktion – Veränderung bedeutet Arbeit. Für Dich, weil Du sie aktiv zulässt – und für Dein Umfeld, “weil Du Dich auf einmal veränderst” und “irgendwie anders bist”. Das gilt es zu verhindern. Ganz unbewusst und ohne schlechten Absichten Dir gegenüber.

Der erste Schritt ist Deiner

Nun gut, die Entscheidung ist also gefallen. 

Du entscheidest Dich, Dich zu verändern, öffnest Dein Unterbewusstsein. Das bekommt mit, dass etwas anders wird – und reagiert panisch. Hey alles ok, das darf es. 

Denn auch Dein Unterbewusstsein mag es bequem. So läuft das System perfekt und ganz so, wie Du eben bist. Veränderung ist Arbeit. Auch und vor allem für Dein Unterbewusstsein. 

Veränderung ist für Deine innere Festplatte wie ein Virus – und der muss erst einmal vom Sicherheitssystem blockiert werden.

Die Neuprogrammierung erfolgt mit Widerstand

Anfangs euphorisch tritt meist nach ein paar Tagen Ernüchterung ein. Das stellst Du fest, wenn Du doch wieder vor dem Fernseher landest, statt Sport zu machen. Oder wenn die Stückchen Kuchen wieder mehr werden, anstelle endlich die Ernährungsumstellung durchzuziehen. 

Dein inneres Programm ist stark. Und es wehrt sich gegen Veränderung. Dein Unterbewusstsein ist für Dich da und führt zuverlässig die Programmierung um, die seit Jahren aufgebaut wurde. 

Und in den meisten Fällen hast Du von den Programmierungen keine Ahnung – sie laufen eben völlig unbewusst. Ein Dilemma. Zunächst.

Dein Unterbewusstsein öffnet sich

Du bleibst also dran, sagst Deinem Unterbewusstsein immer wieder, dass Du willens bist, Dich zu verändern. 

Und irgendwann merkt es, dass Du es ernst meinst und öffnet sich. Es legt die Programmierung offen. 

Und da wir unsere Kommunikation eben über die Sprache führen, haben wir viele Programme als regelrechte Sätze abgelegt. 

Das Repertoire ist breit: Von ganz persönlichen Glaubenssätzen, die nur Du selbst formulieren kannst werden viele Glaubenssätze als Sprichworte von Generation zu Generation weitergegeben.

Sprichwörter sind meist Glaubenssätze

Welche fallen Dir ein? Was bedeuten sie für Dich? Wie wäre es mit: “Schuster bleib bei Deinen Leisten” – also strebe nicht nach mehr, sondern sei zufrieden mit dem, was Du hast. Oder “Geld verdirbt den Charakter” – baue Dir bloß kein Vermögen auf, dann wirst Du ein schlechter Mensch. Oder “Stell Dich nicht so an” – zeig bloß keine Gefühle, dann bist Du angreifbar. Jede von uns hat sich diese Glaubenssätze zu Eigen gemacht. 

Du nutzt sicher auch diese Sprichworte, oder? Schreibe gerne in die Kommentare, welche Dir einfallen.

Vom Unterbewusstsein ins Bewusstsein ins Fühlen

Bist Du nun im Prozess der Entschlüsselung  Deiner Programmierung, dann kann es passieren, dass eben solch ein Glaubenssatz ans Tageslicht kommt, wenn Du es gar nicht erwartest. 

Es gibt große Brocken, die alles überstrahlen, und es gibt kleinere, die nur Teile Deines Seins betreffen. 

Du spürst, dass ein Glaubenssatz Dich betrifft, wenn er Dich eiskalt erwischt und Du regelrecht körperlich reagierst. Zittern, Übelkeit, Erleichterung, Überraschung, Staunen, Weinen, Wut – all das können Reaktionen darauf sein, wenn solch ein Glaubenssatz aus seiner Versenkung gelöst wird und in Dein Bewusstsein dringt. 

Und es ist trotzdem einfach wunderbar. Denn mit der Erkenntnis hast Du gleichzeitig die Möglichkeit, diesen Glaubenssatz gehen zu lassen und die Macht, ihn zu verändern. Die Erkenntnis ist die halbe Miete.

Ein alter Glaubenssatz kann weg - oder?

Richtig. Aber zunächst darfst Du dankbar für ihn sein und ihn würdigen, denn dieser Glaubenssatz hat Dich die letzten Jahre begleitet und Dich durch Dein Leben geführt. 

Schließlich ist es nur eine Programmierung, die Du jetzt überschreiben darfst. 

Lass die Situation erst einmal auf Dich wirken, fühle intensiv, was der Glaubenssatz  mit Dir macht, und dann kannst Du überlegen, wie Du den Satz für Dich positiv umformulierst. 

Diesen neuen Glaubenssatz kannst Du dann festigen und in Dein Unterbewusstsein einprogrammieren.

Ein neuer Glaubenssatz für eine Neuprogrammierung

Ein Beispiel: Der Glaubenssatz “Geld verdirbt den Charakter” betrifft Dich. Was macht er mit Dir? Wie fühlst Du Dich dabei? Vielleicht fällt Dir auch ein, wo er herkommt? Ist es wirklich das, woran Du glaubst? Welche Erfahrung verknüpfst Du mit dem Satz? 

Glaubst Du, dass Du mit dem Satz finanziellen Erfolg haben wirst? Wie sieht Deine Zukunft mit diesem Satz aus? 

Oder ist es besser, ihn gehen zu lassen und einen neuen Glauben zu implementieren, wie: “Geld ist eine wunderbare Möglichkeit, Gutes zu tun”. Wie fühlst Du Dich dabei?

 Probiere aus, welcher Satz passt und beobachte, ob es sich für Dich stimmig anfühlt. Dieser neue Glaubenssatz ist nun die Basis für die Neuprogrammierung.

Neue Glaubenssätze und alles ist gut

Weit gefehlt. Denn Erstens haben Glaubenssätze die Angewohnheit, völlig unbewusst als Programmierung zu wirken. 

Du weißt also gar nicht, was da noch alles in Dir schlummert. (Überraschung!!) 

Meine Erfahrung und die vieler anderer: Zu Beginn Deines Mindset-Prozesses kommen die großen Brocken. Oft sehr unbequem, aber doch befreiend. 

Zur Beruhigung: Du bekommst immer nur das zugemutet, was Du auch verarbeiten kannst. Du bist viel stärker, als Du vielleicht im Moment denkst.

Wachsamkeit ist Dein bester Begleiter.

Wenn Du also denkst, ein Glaubenssatz ist für immer gelöscht, so schaut doch das Unterbewusstsein von Zeit zu Zeit nach, ob er vielleicht doch noch ein wenig wirken darf und sendet Dir Erinnerungen und kleine Tests. 

Diese erfolgen mit der Zeit immer subtiler, aber doch regelmäßig. Denn alle Themen wirken ineinander und so erscheinen bereits bearbeitet geglaubte Themen weiterhin in leicht veränderter Form. Meist zunächst unerkannt, aber oft nicht mehr so massiv. 

Doch eins ist am Wichtigsten: Durch den Mindset-Prozess wirst Du sehr wachsam. Du weißt um die Prozesse, Du lernst Dich und Dein Unterbewusstsein immer mehr kennen und ihr werdet letztendlich zu besten Partnern auf dem Weg zu Deinem wahren Selbst und hin zu Deinem wahren Potenzial. 

Denn nur, wenn Du Dein Potenzial kennst und Klarheit im Innern hast, kannst Du Dich glasklar und selbstbewusst auch im Außen positionieren.

Deine Glaubenssätze begleiten Dich.

Es ist Deine Entscheidung, ob Du sie ändern möchtest.

Kennst Du schon mein 12-Wochen-Programm für Existenzgründerinnen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben scrollen